RegioL
Qualifizierung histor.Handwerkstechniken
Interreg IV Österreich-Bayern
Eines der wichtigsten Themen in der Entwicklungsstrategie 2007-2013 für den Bezirk Landeck ist die Erhaltung und Revitalisierung der Ortszentren. Viele Häuser in den Ortszentren stehen leer. Eine Revitalisierung ist - auch im Sinne einer Trendwende hin zu lebendigen Ortszentren - dringend erforderlich.
Dazu bedarf es Handwerker, die die alten Handwerkstechniken beherrschen:  Tischler, Steinmetze, Steinmaurer uvm.  Auch historische Zimmermanntechniken sind heute kaum mehr geläufig.

Gemeinsam mit der Region Auerbergland (BAY) hat das Regionalmanagement Landeck Projekt im Interreg-IV-Programm Österreich-Bayern eingebracht, das im November 2010 genehmigt wurde und drei Jahre lang läuft. Ziel des Projektes ist den grenzüberschreitenden KNOW-HOW Austausch sowie die Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich der historischen Handwerkstechniken zu fördern und zu unterstützen. In Absprache mit Bürgermeistern, örtlichen Raumplanern und  Landesabteilungen soll ein Koordinator , eine Arbeitgruppe einrichten, Öffentlichkeitsarbeit betreiben, die Interreg-Projektabwicklung durchführen und den Know-How Austausch koordinieren sowie die lokalen Pilotprojekte auswählen. Pilotprojekte werden an einzelnen historischen Kulturbauten (im öffentlichen Besitz) der Region durchgeführt. Auf eine breite Einbindung der lokalen Bevölkerung wird besonders Wert gelegt. Ziel des Projektes im Auerbergland ist auch die gemeinsame, koordinierte Entwicklung und Nutzung von geeigneten Monitoring- und Evaluierungsinstrumenten, Nutzung an Umsetzungen von beispielhaften lokalen Pilotprojekten in histor. Ortskernen.

Mehr Informationen zum Förderprogramm Interreg-Bayern Österreich:  www.interreg-bayaut.net

Mit der Sanierung der Rosannabrücke in Strengen wurde 2011 das erste Pilotprojekt in Angriff genommen. Zimmerer aus dem In- und Ausland haben unter fachkundiger Anleitung der Schule für Dorf- und Landentwicklung Tierhaupten, dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, und dem österr. Bundesdenkmalamt-Landeskonservatorat Tirol an der Behebung von die Schäden an der komplizierten Holzkonstruktion gearbeitet.

Im November 2011 wurde der Arbeitskreis Ortskernrevitalisierung ins Leben gerufen, an dem ca.10 Bürgermeister aus dem Bezirk Landeck, Bundesdenkmalamt, Land Tirol/Abteilung Dorferneuerung und die WK Landeck beteiligt sind. 

In einem nächsten Schritt haben sieben Gemeinden des Bezirkes Revitalisierungszonen in den Ortszentren abgegrenzt. Bauwerber in diesen Revitalisierungszonen erhalten in Abstimmung mit der Abteilung DE des Landes Tirol eine erhöhte Förderung und als besonderes Zuckerl hat das Regionalmanagement Landeck in diesen Zonen folgende Pilotprojekte umgesetzt:
Fließ, Marth-Haus: Sanierung von Fassade und Dach
Kauns, Pfarrstadel: Restaurierung der Fassade und Innenräume
Landeck, Clemens-Holzmeister-Schule: neuer Stiegenaufgang
Pfunds, Tura-Haus: Sanierung der Fassade
Nauders: Neue Dacheindeckung der Friedhofskapelle
Prutz: Neue Dacheindeckung der Friedhofskapelle
Pettneu, Orstzentrum: Beistellung eines Koordinators
Pettneu, Nessler Alm: Rückbau des Almgebäudes mit Sanierung von Mauerwerk, Dach und historischen Öfen.

Parallel zur Umsetzung der Pilotprojekte werden mehrere Schulungsmaßnahmen für historische Handwerkstechniken durchgeführt, so z.B. ein Kurs zum Bau von alten Holzzäunen in Altfinstermünz und ein Lehrgang über historische Öfen am Beispiel der Nessler Alm. 

Außerdem erfolgte ein dauernder und lebhafter Erfahrungsaustausch mit den Projektpartnern im Auerbergland (Bayern).
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E-Mail: info@regiol.at
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