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Alpines Heiligtum
Piller Höhe
Auf der Pillerhöhe befindet sich ein prähistorischer Kultplatz und ein römisches Heiligtum, das vom Beginn der mittleren Bronzezeit bis zum Ende der Römerzeit in Betrieb war. Der Brandopferplatz wurde in den Jahren 1992 bis 1998 vom Institut für Klassische Archäologie der Universität Innsbruck erforscht. Mit seiner 2000 Jahre alten Geschichte gilt das Heiligtum auf der Pillerhöhe als der am längsten in Betrieb stehende und am umfangreichsten erforschte Opferplatz im Ostalpenraum.

Da im Bereich des Opferplatzes, von einigen Tafeln abgesehen, eine entsprechende Aufbereitung für Besucher fehlt, ist die Bedeutung des Opferplatzes für die Besucher kaum erkennbar. Mit dem Projekt "Alpines Heiligtum Pillerhöhe" soll der Platz erschlossen und den Besuchern die Bedeutung des prähistorischen Heiligtums vermittelt werden. Im Rahmen eines LEADER-Projektes werden im Jahr 2009 u.a.folgende Teilbereiche umgesetzt:


Die Opferprozession: Auf einem verzierten Blecheimer aus Bronze (7. Jh. v. Chr.) aus Certosa ist die wohl bekannteste Opferprozession dargestellt. Sie besteht aus einer Gruppe von 20 Personen, die mit einem Opfertier zu einem Opferplatz ziehen. Ein Priester führt mit einem Opfertier den Festzug an. Ihm folgen festlich gekleidete Menschen, die Körbe mit Nahrungsmittel tragen. Eine dritte Gruppe zeigt Menschen, die Gefäße mit Weihegaben tragen. Den Abschluss bildet ein Mann mit einem Bratspieß und einem Schlachtbeil.  Dieser Rituelle Aufzug, wie er in der Geschichte auch hier stattgefunden haben mag, soll in Lebensgröße dargestellt werden und die Besucher zum Geschehen hinführen.

Die Gestaltung der Felsspalte: Gegenüber des Brandopferplatzes befindet sich ein weiter Hügel, der vier tiefe Felsspalten aufweist. Wie mehrere Sondierungen bestätigt haben, wurden in der Frühzeit des Kultgeschehens Opfergaben in die Spalten deponiert. So konnten aus der unmittelbar an der Straße gelegenen Felsspalte aus einer Tiefe von 7 m zwei mittelbronzezeitliche Lappenbeile geborgen werden. Durch eine treppenförmige Anordnung von Stahlelementen soll ein teilweiser Einstieg in die Spalte ermöglicht werden. 

Die Gestaltung des Brandopferplatzes: Der Brandopferplatz besteht aus dem Steinaltar, dem Aschehügel und der Festwiese. Er war über einen Zeitraum von 1000 Jahren Ziel der Prozessionen und Ort der Opferhandlungen. Die Opferhandlung soll durch fünf in einer Gruppe angeordnete Stelen unterschiedlicher Höhe symbolisch dargestellt werden. Darauf werden Informationstafeln montiert, die den Ablauf der Kulthandlungen darstellen sollen.

Die Altwege: Auf der Pillerhöhe befindet sich ein Netz von Altwegen, die seit der Bronze- und Eisenzeit angelegt wurden. eindrucksvoll ist die römische Wegtrasse, die bis in die Mitte des vergangenen Jahrhundert benutzt wurde. Diese Altwege sollen in einen archäologischen Rundwanderpfad integriert werden und im Rahmen von Führungen dem Besuchern vermittelt werden.
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