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16.Oktober 2009, 16:00 Uhr in der WK Landeck |
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Nahversorgung in den Alpen auf dem Prüfstand
gute Noten für den Bezirk Landeck Acht Regionen aus den Alpen arbeiten seit 2008 im INTERREG-Projekt ACCESS zusammen, um die Situation der Nahversorgung mit Gütern und Dienstleistungen zu vergleichen und Wege für deren weitere Entwicklung aufzuzeigen. Tirol ist mit dem Bezirk Landeck an diesem von der EU kofinanzierten Vorhaben beteiligt.
Am 16.9.2009 werden in Landeck die Ergebnisse der inzwischen fertig gestellten Einzelhandels- und Nahversorgungsanalyse für den Bezirk Landeck vorgestellt.
Die vom Marktforschungsunternehmen GMA im Auftrag des Landes erstellte Studie stellt fest, dass der Bezirk über eine moderne und durchaus leistungsstarke Einzelhandelsausstattung verfügt. Zur regionalen Ausgewogenheit der Standorte trägt auch der Tourismus maßgeblich bei, der für zusätzliche Kaufkraft sorgt.
Die Autoren betonen, dass auf längere Sicht nur eine wirtschaftlich leistungsfähige Nahversorgungsstruktur Bestand haben kann, wobei zusätzlich die gute Erreichbarkeit der einzelnen Standorte für die KonsumentInnen gewährleistet sein muss. Diese "starken" Nahversorger entsprechen auch den hohen Ansprüchen der KundInnen nach Sortimentsvielfalt, Qualität und Preisgünstigkeit.
Landesrat Christian Switak sieht in der günstigen räumlichern Verteilung der Einzelhandelsstandorte im Bezirk Landeck auch eine Bestätigung der Wirksamkeit der raumordnungsrechtlichen Regelungen für Einkaufszentren und Handelsbetriebe.
Allerdings weist der Umstand, dass sich zwar 60% der Bezirksbevölkerung am eigenen Wohnort versorgen können, jedoch immerhin 40% keinen Nahversorger im engeren Wohnumfeld vorfinden, auf die dennoch gegebene Problematik hin.
Landerat Switak betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung lokaler Gewerbe- und Handelsbetriebe für die Lebensqualität und für das Gemeinwesen in den einzelnen Gemeinden und hebt auch den sozialen Aspekt der Nahversorgung für wenig mobile MitbürgerInnen hervor. Und auch wenn der Großteil der KonsumentInnen es derzeit als nicht problematisch sieht, für die Nahversorgung ein Auto zu benötigen, so kann sich das - etwa in Abhängigkeit von den Treibstoffpreisen - durchaus wieder ändern. Auch umweltpolitisch sei der Einkaufstourismus kritisch zu hinterfragen.
Das Land hält somit an seiner Haltung fest, im Rahmen der wirtschaftlichen Tragfähigkeit auch künftig eine möglichst wohnortnahe Nahversorgungsstruktur zu ermöglichen. Es wird daher seine diesbezügliche raumordnungspolitische Linie beibehalten.
Das Projekt ACCESS wird nun in allen beteiligten Regionen - und somit auch im Bezirk Landeck - mit Pilotprojekten fortgesetzt, die es gemeinsam mit den Beteiligten vor Ort zu entwickeln gilt. Landerat Switak erwartet sich, dass dabei die Frage der räumlichen Verteilung der Versorgungsbetriebe ebenso angesprochen wird, wie Möglichkeiten zur Verbesserung von deren Erreichbarkeit auch mit öffentlichern Verkehrsmitteln.
Download: Bericht Land Tirol Versorgungsstrategien für unterversorgte Räume (pdf, 178 kb)
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