RegioL


Montag, 21.Jänner 2008

Treffen am Montag, 21.Jänner 2008, 14:30 Abt. Raumordnung - Statistik, Heiliggeiststraße 7 - 9, Innsbruck.
Das Angebot zur Versorgung der Bevölkerung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten generell stark verbessert, eine hohe Lebensqualität für die Bevölkerung kann in weiten Teilen des Alpenraumes garantiert werden. Zugleich sind Tendenzen einer fortschreitenden Angebotskonzentration in sämtlichen Versorgungsbereichen erkennbar, d.h. die Angebote in den regionalen und überregionalen Zentren werden laufend verbessert während die peripher gelegenen und dünn besiedelten Gebiete Einschnitte im Versorgungsangebot hinnehmen müssen. Diese Räume laufen Gefahr, in eine zunehmende Marginalisierung zu geraten: Die Gemeinden erleiden einen Funktionsverlust, die Bevölkerung verliert an Lebensqualität und wird einer Zwangsmobilität unterworfen, Dienstleistungsbetriebe geraten in den Sog weiter abnehmender Nachfrage und Wirtschaftlichkeit. Die Ausdünnung im Versorgungsangebot trägt zu einer wachsenden Polarisierung zwischen den leistungsstarken Zentren mit guter Versorgung und den zunehmend wirtschaftlich ins Abseits geratenden ländlichen Räumen bei.
 
Das transnationale Projekt ACCESS im Rahmen von Alpine Space 2007 – 2013 verfolgt das generelle Ziel, die Zugänglichkeit zu Leistungen der Daseinsvorsorge in dünn besiedelten Berggebieten zu verbessern. Mit Hilfe neuer Organisationsformen im Leistungsangebot und den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sollen
                    neue Strategien und Modelle der Erbringung von Versorgungsleistungen entwickelt werden;
                    die Wettbewerbsfähigkeit dünn besiedelter Berggebiete und die Lebensqualität in diesen Räumen verbessert werden;
                    Ungleichgewichte in der Versorgung der Bevölkerung beseitigt werden.
 
Am Projekt beteiligen sich voraussichtlich 9 Regionen des Alpenraumes aus 5 EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz. In Österreich werden sich die Länder Kärnten und Tirol beteiligen. Der Bezirk Landeck hat gute Chancen, als Pilotregion von der Projektentwicklung zu profitieren.
Die beteiligten Regionen werden zu den Aufgabenbereichen Versorgung und Erreichbarkeit in Testregionen vertiefte Untersuchungen anstellen. Die Ergebnisse werden in der Folge zusammengeführt und Erfolg versprechende Strategien zur Verbesserung und Aufrechterhaltung der Versorgung in peripheren Berggebieten entwickelt.

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