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Besucherzentrum seiner Bestimmung übergeben |
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Von Markus Hauser. Bilder: Franz Geiger
Nauders – Die Festung Altfinstermünz im Dreiländereck bei Nauders ist die größte Kulturbaustelle Tirols, seit 2001 ist man hier am Renovieren. Inzwischen sind auch die allerletzten Zweifel an der Notwendigkeit der Restaurierung von Altfinstermünz verflogen, denn die Festung am Inn ist ein Besuchermagnet allererster Güte. Einen weiteren großen Bauabschnitt gab es am Wochenende zu feiern: Das Besucherzentrum wurde eröffnet und der damit verbundene Tag der offenen Tür im Rahmen der Eröffnungsfeier und des Kirchtags am Tag darauf wurde von Hunderten Besuchern genützt. Das neue Highlight neben dem Besucherzentrum ist die unterirdische Naturhöhle, in der eine Multivisionsshow vom Landecker Filmer Christoph Wachter ins Mittelalter der Region entführt. Als die ideale Möglichkeit, jungen Menschen die Kultur jener Zeit näherzubringen und Interesse dafür zu wecken ist die Festungsanlage als bedeutender Zeitzeuge der bewegten Geschichte geradezu prädestiniert. Nach der Restaurierung der Kapelle und Instandsetzung des Brückenturms 2006, Errichtung des Wirtschaftsgebäudes und der Steinschlagsicherung 2007 wurde nun das Besucherzentrum eröffnet.
Es sei wieder einmal ein schöner Etappensieg, meinte der maßgeblich für die Sanierungsarbeiten verantwortliche Hermann Klapeer, Präsident des Vereins Altfinstermünz: „Die Restaurierung ist ein Gewinn für die drei Regionen Engadin, Vinschgau und Oberes Gericht. Sechs Gemeinden waren es, die in enger Zusammenarbeit dieses Kulturjuwel zu neuem Leben erweckt haben.“
Der vom Außerferner Architekt Armin Walch geplante Neu- und Umbau wird zu 80 % von EU und Bund finanziert. 20 % der Kosten tragen die sechs Gemeinden, aber auch Sponsoren und zahlreiche freiwillige Helfer tragen ihr Scherflein bei. Walter Hauser, vom Bundesdenkmalamt mit der Überwachung der Bautätigkeiten beauftragt, bemerkte: „Jede Wandlung eines Ortes wie diesem birgt Gefahren und bietet Chancen zugleich. Gilt es doch Altes und Neues zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden. Neues im alten Kleid und Altes im neuen Kleid fügen sich hier auf eine Weise zusammen, welche der wunderbaren Aura dieses Ortes gerecht wird.“
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