


Im Rahmen des Kleinprojektes „Baumschläfer Terra Raetica“ in der vergangenen Programmperiode ist der Nachweis gelungen, dass es den scheuen und seltenen Baumschläfer in der Terra Raetica gibt.
Der Baumschläfer Dryomys nitedula ist eine seltene Kleinsäugerart und steht als FFH-Anhang-IV-Art unter strengem Schutz. Sein westlichstes Verbreitungsgebiet ist in der Terra Raetica zu finden. In einem Vorprojekt konnte nachgewiesen werden, dass der Baumschläfer in den Ostalpen ein breites Spektrum an Lebensräumen nutzt. Weiters zeigt die Höhenverbreitung in den Alpen von ca. 800 m bis 2.200 m die Anpassungsfähigkeit dieser Art. Im Projekt „Der Baumschläfer und Co in der Terra Raetica“ wird nun diesem Widerspruch zwischen Präferenz zu weit verbreiteten (Wald-) Lebensräumen, großer ökologischer Plastizität und der Seltenheit dieser Art nachgegangen. Verschiedene Aspekte der Biologie des Baumschläfers wie Nahrungsspektrum, Lebensraumansprüche, Aktivitätsrhythmus und Populationsbiologie werden dabei im Naturpark Ötztal, im Nationalpark Stilfserjoch und im UNESCO Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair untersucht. Aus den Ergebnissen werden grenzüberschreitende Schutzmaßnahmen für diese Art abgeleitet. Ergänzend wird in einem Citizen-Science-Projekt mit Förstern der Nachweis von Baumschläfer-Vorkommen in der Kaunergratregion untersucht. Weiters werden durch Öffentlichkeitsarbeit die Schlafmäuse bekannter gemacht und dafür sensibilisiert. Parallel dazu wird durch die Stiftung Pro Terra Engiadina gemeinsam mit dem Arbeitskreis Natura Raetica das Konzept für die Wanderausstellung erstellt und auch Forschung in der Regiun EBVM umgesetzt.
Leadpartner Naturpark Ötztal
Projektpartner Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung
assoziierter Partner Unesco Biosfera Engiadina Val Müstair
Projektvolumen 148.187,20 Euro
Leadpartner: 75.616,00 Euro mit 70 % EU-Förderung
Projektpartner: 72.571,20 Euro mit 80 % EU-Förderung
Assoziierter Partner: 70.000 Euro (außerhalb des Projektes)
Bild © Eva Ladurner