16.07.2019


Damit die Wiesenbrüter nicht verschwinden

Grenzüberschreitendes Kleinprojekt - Schutzmaßnahme: Mitarbeit von Bauern ist gefragt

Quelle:Der Vinschger von Josef Laner

 

Es ist zwar nicht so, dass es sie nicht mehr gibt, aber die Lebensraumvoraussetzungen für Wiesenbrüter haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten arg verschlechtert. Auch auf Grünwiesen im Obervinschgau sind typische Wiesenbrüter wie Feldlerche, Braunkehlchen, Wachtel oder Wachtelkönig immer seltener anzutreffen. Der Hauptgrund dafür ist die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft. Um die Wiesenbrüter zu schützen bzw. ihnen wieder bessere Brutbedingungen anzubieten, hat der Interreg-Rat kürzlich ein eigenes Kleinprojekt genehmigt.


Wiesenbrüter in der Terra Raetica

 

Als Trägerin des Interreg V-Projektes (Italien-Österreich 2014-2020) „Wiesenbrüter in der Terra Raetica“ konnte die Gemeinde Mals gewonnen werden. Das Hauptziel des grenzüberschreitenden Projektes im Dreiländereck ist es, vorhandene Daten zu den verbleibenden Gebieten von Wiesenbrütern in der Terra Raetica aufzuarbeiten und zusammenzuführen. Wie die Biologen Joachim Winkler und Udo Thoma kürzlich bei einer Feldbegehung nicht unweit der Calven-Brücke in Laatsch übereinstimmten, breche der Bestand der Wiesenbrüter europaweit immer weiter ein. Im Rahmen des jetzt laufenden Projektes sind Erhebungs- und Kartierungsarbeiten geplant. Die Ergebnisse sollen als Basis für bewusstseinsbildende Maßnahmen sowie zur Erarbeitung von Managementplänen zum Schutz der Wiesenbrüter und zur Entwicklung von abgestimmten landwirtschaftlichen Betriebsmodellen dienen. Unerlässlich für den Erfolg des Projektes, das u.a. auch von der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz Südtirol (AVK) mitgetragen wird, sei die Mitarbeit von Bauern. Es wurde bereits mit mehreren Bauern im Raum von Laatsch und Mals bis hinauf nach St. Valentin a.d.H. Kontakt aufgenommen. Weiterlesen

 

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